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Demenz, Geschlecht und Sport
14.08.2012 00:19 (3989 x gelesen)

Frauen leiden öfter unter einer Demenzerkrankung, Männer entwickeln jedoch häufiger leichte Kognitionsdefizite (MCI) - regelmäßige Bewegung hilft offensichtlich besser als Medikamente!

Die Medical Tribune vom 05.04.2012 berichtete von einer Demenz-Studie an der renommierten US-amerikanischen Mayo-Klinik, welche über einen Zeitraum von 1,5 Jahren an 1450 Testpersonen im Alter zwischen 70 und 89 Jahren durchgeführt wurde. Demnach erkranken Frauen insgesamt häufiger an einer Demenz, während sich bei Männern öfter leichte kognitive Defizite (Mild Cognitive Impairment, kurz MCI) manifestieren. Die MCI-Symptomatik wird allgemein als eine Vorstufe zu einer demenziellen Erkrankung betrachtet. Besonders deutlich wurden die kognitiven Einbußen bei Testpersonen mit unterdurchschnittlicher Schul- und Berufsbildung. Die Autoren der Studie regen an, dass geschlechtsspezifische Risikofaktoren analysiert und ggf. für Frauen und Männer dann unterschiedliche Präventionsstrategien entwickelt werden sollten.

Die in Australien, an der University of Melbourne, forschende deutsche Gerontopsychiaterin Prof. Dr. Nicola Lautenschlager fasst das Ergebnis ihrer Studien zu regelmäßiger Bewegung und geistiger Fitness wie folgt zusammen: "MCI-Patienten können ihrem Gehirn mit regelmäßiger körperlicher Aktivität mehr Gutes tun als mit der Einnahme heute erhältlicher Alzheimermedikamente."

Eine so eindeutige Relativierung der teueren "Anti-Demenz-Pillen" hörte man bisher von den Demenz-Forschern in Deutschland kaum, oder - genauer gesagt - gar nicht! Im Gegenteil, aus geneigten Fachkreisen wird immer wieder öffentlichkeitswirksam betont, dass die ärztliche Verordnungsrate, der angeblich die Lebensqualität der Betroffenen steigernden Antidementiva, noch zu gering sei. Die enstehenden Kosten für den vermehrten Einsatz dieser Medikamente würden angeblich durch einen geringeren und später einsetzenden Pflege- und Betreuungsbedarf bei den Demenzkranken "mehr als ausgeglichen"... Die wissenschaflichen Belege für diese Aussage scheinen, falls überhaupt vorhanden (!), nicht sehr stichhaltig zu sein - sonst würde der Nutzen viel deutlicher durch die Hersteller dieser Medikamente herausgestellt. Immerhin werden in Deutschland schon heute mehrere hundert Millionen Euro pro Jahr für Antidementiva (z. B. Aricept, Exelon, Reminyl oder Axura)  ausgegeben. Der Absatzmarkt soll aber weiter wachsen, auch wenn man beim Thema Demenz (nach über einhundert Jahren Forschung) eigentlich kaum etwas anzubieten hat, welches den Namen medikamentöse Therapie verdient...

Kein "Blatt vor den Mund" bei der Bewertung von Medikamenten nimmt z. B. das unabhängige "arznei-telegramm". Lesen Sie unter dem nachfolgenden Link die ernüchternde Bewertung des Wirkstoffes Memantin (Axura, Ebixa): http://www.arznei-telegramm.de/html/2007_06/0706059_01.html   

Über die erstaunliche Wirkung von körperlicher Betätigung - z. B. Nordicwalking - auf die Gehirnleistung berichtete hingegen das Wissenschaftsmagazin des WDR "Quarks & Co" am 11.01.2011. Zur entsprechenden Seite des Senders geht es hier http://wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2011/0111/005_alter.jsp

Es stellt sich die Frage, warum der Bereich der nicht-medikamentösen Behandlungsansätze bei Demenz noch so wenig im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung steht? An deren - im Gegensatz zu pharmazeutischen Mitteln - mangelnder Wirksamkeit kann es wohl kaum liegen! Ein Schelm, wer Böses dabei denkt...


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